
Donnerstag, 1. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Reinhard Kager
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2
regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung
Informationen über bevorstehende Events, Re¬zensionen über
Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs. In
unserer März-Ausgabe stellt Günther Huesmann aktuell erschienene
Dokumentation von Georg Graewes RUHR.2010-Beitrag vor: „grubenklang.reloaded“
und Sara Barth schaut voraus auf die diesjährige Ausgabe vom
Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim.
Freitag, 2. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Ein stiller Begleiter
Der Gitarrist Brandon Ross im Portrait
Von Harry Lachner
Myra Melford, Henry Threadgill, Cassandra Wilson, Butch Morris:
Sie und viele andere nutzen für ihre Projekte immer wieder die
Künste des New Yorker Gitarristen Brandon Ross, der sich
scheinbar in jeden Kontext einfühlen kann. Damit wurde er zu
einer festen Konstante innerhalb eines weiten Feldes der
improvisierten Musik – wobei ihm die afro-amerikanische
Tradition ebenso nahe ist wie der europäische Impressionismus,
die Kompositionen eines Erik Satie oder Toru Takemitsu. Mit
seinem Trio „Harriet Tubman“ wiederum verschmilzt er die
Klangintensität der Rockmusik mit freier Improvisation. Ein
Musiker also, der mithin zu den wandelbarsten im aktuellen Jazz
zählt.
Montag, 5. März, 15.05 – 16.00 Uhr
Jazztime: American Gumbo
mit dem Trompeter Lester Bowie
Von Gerd Filtgen
Zu Lester Bowies Outfit gehörte der weiße Kittel. In dieser
Arbeitskluft kreierte der Trompeter und Flügelhornspieler eine
außergewöhnliche Musik. In ihr fanden sich gleichermaßen
ernsthafte wie auch humorvolle Verweise auf die Jazzgeschichte,
die die avantgardistische Konzeption erdeten. Bowies frenetische
Trompeteneinsätze, in deren Improvi¬sationsverlauf von ihm
zwischen eingängigen Phrasen auch Geräusche und Growl-Effekte
effektvoll einge¬setzt wurden, bestimmten den Sound des Art
Ensemble of Chicago und später zahlreiche Solo-Projekte, sowie
seine Brass Fantasy und dem New York Organ Ensemble.
Dienstag, 6. März, 21.03 – 22.00 Uhr
Höhepunkte vom JazzFest Berlin 2011 (2)
SWR2 Jazz Session: Legenden
Mit Steve Swallow feat. Carla Bley und Charles Lloyd feat. Maria
Farantouri
Am Mikrophon: Reinhard Kager
Neue Trends des gegenwärtigen Jazzgeschehens zu repräsentieren,
zählt seit seiner Gründung zu den wichtigsten Aufgaben des
JazzFests Berlin. Eine andere ist es, mit etablierten Größen des
Jazzlebens dem Programm einen Hauch von erlesener
Internationalität zu verleihen. Beim JazzFest 2011 waren gleich
mehrere Legenden präsent in Berlin: Der Saxophonist Charles
Lloyd trat mit seinem neuen, folkloristisch angehauchten Projekt
mit der griechischen Sängerin Maria Farantouri auf, und der
Bassist Steve Swallow präsentierte ein Quintett mit seiner
Lebensgefährtin, der legendären Pianistin Carla Bley.
Ausschnitte aus den beiden Konzerten sind in dieser Jazz Session
zu hören.
Donnerstag, 8. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Frickel-Metren und ambitionierte Grooves
Der britische Pianist und Keyboarder John Escreet
Von Günther Huesmann
Vom Saulus zum Paulus: noch vor wenigen Jahren gehörte John
Escreet zur konservativen Fraktion der die Jazzvergangenheit
verherrlichenden Londoner Neo-Bop-Szene. Als er 2003 nach New
York zog, löste seine Begegnung mit dem Saxophonisten David
Binney dann ei¬nen Bewusstseinswandel aus. Dem 26jährigen
Pianisten und Keyboarder John Escreet wurde mit einem Mal klar,
dass jedes Genre – ob nun Jazz, Hip-Hop, Neue Musik oder
Elektronica – etwas zum Lernen und zum improvisatorischen
Wachstum bereithält.
Freitag, 9. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Aufwühlend präzise
Der britische Schlagzeuger Charles Hayward zwischen Jazz und
Rock
Von Harry Lachner
Es begann in einer Art Zwischenzeit: Gerade hatten britische
Musiker wie Charles Hayward mit den Bands „This Heat“ und „Camberwell
Now“ eine neue Ästhetik zwischen Rock und Improvisation
entworfen, als die Mode des Punk eine ganze Tradition in den
Hintergrund rückte: jene, zu der auch Bands wie Henry Cow oder
Soft Machine zählten. Hayward erweiterte deren Stilmerkmale,
verwendete Cassettenzuspielungen, verabschiedete sich von der
Songform und wandte sich der freien Improvisation zu. Seit
Jahren wird seine Präzision von Musikern verschiedenster
Stilrichtungen geschätzt: So wirkte er bei Projekten von Heiner
Goebbels mit, arbeitete für Percy Howard, das Projekt „La 1919“,
Fred Frith's „Keep the Dog“ und war Mitglied im Trio „Massacre“.
Sonntag, 11. März, Jazz nach dem Hörspiel
Zeit stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest
Montag, 12. März, 15.05 – 16.00 Uhr
Jazztime: Zweite Wahl?
Die Wiederentdeckung von Alternate Takes
Von Julia Neupert
„That’s It!“ Wie viele Anläufe es braucht, damit Musikerinnen
und Musiker mit einer Auf¬nahme zufrieden sind, dass hat man
lange Zeit nur erahnen können. Denn auf den Platten oder später
CDs landete ja in der Regel die finale Version eines Stückes,
abgesegnet mit eben diesem „That’s it!“. Nun ist es auch im Jazz
mittlerweile salonfähig geworden, nostalgisch den großen Heroen
der Geschichte zu huldigen: mit Wiederveröffentlichungen ihrer
Klassiker, neu zusammen gestellten Compilations und auch – der
Verwertung von bisher unveröffentlichtem Material, den „Alternate
Takes“. Ernüchternd oder erhellend? Mit dieser Frage hören wir
uns in dieser Sendung durch die zweite, dritte oder vierte Wahl.
Dienstag, 13. März, 21.03 – 22.00 Uhr
Höhepunkte vom JazzFest Berlin 2011 (3)
SWR2 Jazz Session: Unvergessliche Soundtracks
Filmmusiken von Krzysztof Komeda und Nino Rota, verjazzt u.a.
von Adam Pierończyk und Richard Galliano
Am Mikrophon: Reinhard Kager
Einer der Schwerpunkte des Berliner JazzFests 2011 galt dem
gegenwärtigen Jazz aus Polen. Daraus ließ sich aber auch ein
anderer thematischer Zusammenhang des Festivals destillieren.
Den Polen-Schwerpunkt beherrschte nämlich der früh verstorbene
Pianist und Komponist Krzysztof Komeda, der vor allem durch
seine Filmmusiken international bekannt geworden war. Zahlreiche
polnische Musiker wie etwa Adam Pierończyk oder Leszek Możdżer
stellten Kompositionen Komedas ins Zentrum ihrer Programme. In
reizvollem Kontrast dazu präsentierte der Akkordeonist Richard
Galliano Filmmusiken von Nino Rota mit seinem fabelhaften „La
Strada Quintet“, dem u.a. der Saxophonist John Surman und der
Trompeter Dave Douglas angehören. Soundtracks zu Filmen von
Roman Polanski und Federico Fellini – eine kontroverse Paarung
ist in dieser Jazz Session garantiert.
Donnerstag, 15. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Sensibler Klangforscher
Der österreichische Pianist Philip Zoubek im Portrait
Von Thomas Loewner
Seit der österreichische Pianist Philip Zoubek im Jahr 2002 nach
Köln gekommen ist, hat er deutliche Spuren in der Szene der
improvisierten Musik der Stadt hinterlassen. Um alle klanglichen
Möglichkeiten seines Instruments auszunutzen, hat Zoubek sich
darauf speziali¬siert, sein Klavier zu präparieren: mit
Plastikutensilien, Aluminiumtöpfen und diversen ande¬ren
Gegenständen. Doch nicht nur als Solist begibt er sich ständig
auf die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, auch im
Ensemble ist er ein gefragter kreativer Motor. Zu seinen
regelmäßigen Partnern gehören Frank Gratkowski, Matthias Muche
oder Achim Tang. In NOWJazz erläutert Zoubek sein Konzept und
spricht über vergangene und aktuelle Projekte.
Freitag, 16. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Improvisierte „Originalklänge“
Die Entdeckung historischer Instrumente in der experimentellen
Improvisationsmusik
Von Nina Polaschegg
Klangforschung ist eines der zentralen Anliegen in der
improvisierten Musik. Neben der Erforschung von Geräuschen sind
auch seltene Instrumente ein Quell für Entdeckungsfreudige. Da
wundert es kaum, dass auch historisches Instrumentarium von
Improvisierenden entdeckt wird, ist doch die Spiel- und
Kompositionstradition für Blockflöte, Cembalo, Spinett oder
Gambe keine linear durchgehende, sondern historisch
unterbrochen. Umgekehrt ist die Improvisation in der Alten Musik
einmal eine gängige Praxis gewesen, die zunehmend wieder
praktiziert wird. Historisch informierte Aufführungspraxis
trifft freie Improvisation – nicht direkt, aber vielleicht in
Wesenszügen?
Sonntag, 18. März, 19.40 – 20.00 (nach dem Hörspiel)
Standard und Evergreen
„St. Louis Blues“
Von Werner Wunderlich
1913 ließ W. C. Handy den „St. Louis Blues“ ins
Copyright-Register eintragen. Seitdem ist diese Komposition wohl
die bekannteste Melodie Amerikas, eine Art zweite Nationalhymne.
Fast jeder bekannte Jazz-Star nahm den Song in sein Repertoire.
Montag, 19. März, 15.05 – 16.00 Uhr
Jazztime: Starke Frau mit starken Männern
Die Sängerin Linda Sharrock zwischen Rock, Soul, Folklore und
Jazz
Von Harry Lachner
In vielerlei Hinsicht ist die amerikanische Sängerin Linda
Sharrock eine Ausnahmeerschei¬nung und zugleich repräsentativ
für die Entwicklung des Jazz der letzten Jahrzehnte. Als sie
anfangs Aufnahmen mit ihrem Mann, dem Gitarristen Sonny Sharrock
machte, erschien sie als Vokalartistin, die sich eher in den
Extremformen des frei improvisierten Gesangs zu Hause fühlte.
Mit dem Saxophonisten Wolfgang Puschnig, ihrem späteren Mann,
fungierte sie in den 1980er Jahren als Mittlerin zwischen Jazz,
Soul, Funk und traditioneller koreani¬scher Musik. Nachdem sie
sich auch mit Klang- und Formvorstellungen des Pop vertraut
gemacht hatte, reflektierte sie bei ihren letzten
Veröffentlichungen verstärkt die Tradition der Standards. Die
Sendung gibt einen kleinen Überblick über das vielgestaltige
Werk der Sän¬gerin, die am 2. April 65 Jahre alt wird.
Dienstag, 20. März, 21.03 – 22.00 Uhr
Höhepunkte vom JazzFest Berlin 2011 (4)
SWR2 Jazz Session: Big Sounds
Mit dem Andromeda Mega Express Orchestra und der NDR-Big Band
unter Rainer Tempel und Joe Sample
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Abheben wie ein Raumschiff – das in Berlin ansässige
Andromeda Mega Express Orchestra lädt seit Jahren zu
musikalisch-kosmischen Expeditionen in den stilistischen
Sternennebel zwischen Jazz, Pop und Neuer Musik. Wobei dem vom
Saxophonisten und Klarinettisten Daniel Glatzel geleiteten
Großensemble die traditionellen Big-Band-Regeln ziemlich
schnuppe sind. Dass es auch anderswo sehr unterschiedliche
Ansätze gibt, im zeitgenössi¬schen Jazz seine „Love for Bigness“
auszudrücken, bewies die Hamburger NDR-Big-Band, die beim
JazzFest Berlin 2011 mit gleich zwei Projekten vertreten war.
Unter der Leitung des deutschen Arrangeurs Rainer Tempel
zelebrierte sie die Musik des legendären Jazz-Rock-Gitarristen
Volker Kriegel. Und gemeinsam mit dem Ex-Crusaders-Keyboarder
Joe Sample tauchte sie in das lichtdurchflutete rhythmische Erbe
der afro-karibischen Musik.
Donnerstag, 22. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: „Der lange Schatten“
Ein Trio mit dem Pianisten Havard Wiik, dem Klarinettisten
Michael Thieke und dem Bassisten Antonio Borghini in Mannheim
Am Mikrophon: Julia Neupert
Dunkel, bedrohlich und außerordentlich hartnäckig: Wer von den
„Schatten der Vergangen¬heit“ spricht, erzählt danach meistens
keinen Witz. Deswegen irritiert es schon, wenn der Klarinettist
Michael Thieke, der Pianist Havard Wiik und der Kontrabassist
Antonio Borghini ihr Trio „Der Lange Schatten“ nennen, zumal
ihrer Musik eine gewisse Heiterkeit durchaus nicht fremd ist.
Aus den langen Schatten der Vergangenheit abstrahieren sie
konkrete Klänge von heute, spielen weite stilistische Bögen und
kultivieren eine Klangästhetik von ei¬genwilliger Raffinesse.
Montag, 26. März, 15.05 – 16.00 Uhr
Jazztime: Vom Sandkasten auf die Bühne
Geschwisterpaare des Jazz
Von Thomas Loewner
Ein Musiker kommt selten allein: Diese Feststellung trifft
gerade auf den Jazz immer wieder zu, denn immer wieder gab und
gibt es Geschwisterpaare, die auf der Szene von sich reden
machen, entweder jeder für sich oder gemeinsam. Ein Grund ist
sicherlich, dass die „Ansteckungsgefahr“ innerhalb einer Familie
selbst zum Instrument zu greifen viel größer ist, wenn ein
Geschwisterkind es vormacht. Im Idealfall entsteht dann durch
die Kombination aus jahrelangem Zusammenspiel und biografischen
Gemeinsamkeiten eine besonders intensive musikalische
Kommunikation, wie sie vielleicht wirklich nur Geschwister
erreichen können. In der Jazztime wird es unter anderem Musik
von Geschwisterpaaren wie den Kühns, Breckers, Adderleys,
Moutins oder Clines zu hören geben.
Dienstag, 27. März, 21.03 – 22.00 Uhr
Höhepunkte vom JazzFest Berlin 2011 (5)
SWR2 Jazz Session: Young German Jazz
Mit dem Trio [em], Christopher Dell & den Oleś Brothers und dem
Lisbeth Quartett
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Auch wenn es mit den Arbeitsbedingungen nicht immer zum Besten
steht, in Sachen Kreativität geht es der jungen deutschen
Jazzszene bestens. Beim JazzFest Berlin 2011 zeigte sich das
deutsche Klavier-Trio [em] mit einem neuen Programm und
konzeptionell verändert: griffiger phrasierend, rockiger und
grooviger. Der Vibraphonist Christopher Dell lieferte sich
spannende Dialoge mit den polnischen Oles-Brothers. Und mit dem
seit 2009 existierenden Lisbeth Quartett um die Saxophonistin
Charlotte Greve war die junge, quirlige vom Berliner
Hochschul-Jazz kommende Szene vertreten.
Donnerstag, 29. März, 23.20 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Von Nina Polaschegg
Das NOWJazz Update ist zumindest einmal im Monat zumeist
halbstündig auf der nächtlichen Freitagsschiene platziert und
dient der Präsentation neuester Tendenzen der improvisierten
Musik. Es erlaubt den Moderatoren, besonders wichtige
Neuerscheinungen eingehender vorzustellen, als dies im NOWJazz
Magazin möglich ist. Was gespielt wird, entscheiden die
SWR2-Jazzautoren erst kurz vor dem Sendetermin.
Freitag, 30. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Ein Schrei nach Freiheit
Der südafrikanische Schlagzeuger Louis Moholo
Von Bert Noglik
Louis Moholo zählt zu den Persönlichkeiten, die das Streben nach
Freiheit und Gleichbe¬rechtigung musikalisch prägnant zum
Ausdruck gebracht haben. Aufgewachsen in Kapstadt, kam er 1964
mit den „Blue Notes“ nach Europa. Als eine der ersten
südafrikanischen Grup¬pen, in denen schwarze und weiße Musiker
gemeinsam spielten, widersetzte sich die Band den Restriktionen
der Apartheid. Im Exil verzweigten sich die afrikanischen Roots
mit den freien Klängen der europäischen Jazz-Avantgarde. Als
Schlagzeuger der „Blue Notes“ und von Chris McGregor’s „Brotherhood
of Breath“ sowie mit eigenen Band hat Louis Moholo
Jazzgeschichte mitgeschrieben. 2005, im Jahr seines 65.
Geburtstages, kehrte er in das heimatliche Kapstadt zurück, wo
er neue Bands formierte und seine Erfahrungen auch an jüngere
Musiker weitergibt.
Zusätzliche Jazz-Sendung in SWR2:
Samstag, 3. März, 09.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Urbane Jazzgeschichten (3)
Kansas – Jazz Against The Depression
Von Thomas Loewner
Ende der 1920er bis Anfang der 1940er Jahre litten die USA unter
der Großen Depression. Die Wirtschaft lag am Boden und es waren
keine guten Zeiten für Kunst und Kultur. Einzig in Kansas City
im Bundesstaat Missouri schien die Welt damals noch in Ordnung
zu sein: Unter der – wie sich später zeigen sollte – nicht immer
legalen Obhut des Geschäftsmanns und Politikers Tom Pendergast
florierte die Wirtschaft der Stadt. Doch nicht nur am Tag ging
es geschäftig zu in Kansas City, auch das Nachtleben bot
reichlich Abwechslung. Zahlreiche Clubs und Bars boten
Jazzmusikern in dieser Zeit beste Arbeitsbedingungen, und es
bildete sich eine lebendige Szene, die für einige Jahre
musikalisch den Ton angab. Musiker wie Benny Moten, Count Basie
oder Jay McShann entwickelten mit dem Stomp eine rustikale
Spielart des Swing, die spätere Jazzentwicklungen nachhaltig
beeinflusste.
weitere Informationen finden Sie im Internet:
www.swr2.de/jazz